Lösung · Raffinerie & Kohlenwasserstoffe
Gasöl- & Kohlenwasserstoff-Filtration in Raffinerien bei hoher Temperatur
Gasöl aus mehreren vorgelagerten Raffinerie-Einheiten führt Partikel, Katalysatorfeinanteile, Zunder und Korrosionsprodukte mit. Bei Betriebstemperaturen ab 80 °C stoßen Standard-Polypropylen-Medien an ihre Grenzen. Eine High-Flow-Stufe mit temperaturfestem Glasfasermedium hält diese Feststoffe in einem großformatigen Element zurück — und schützt Wärmetauscher, Pumpen, Regelventile und nachgeschaltete Anlagen.
Wo im Prozess
Die Filterstufe sitzt in der heißen Kohlenwasserstoffleitung zwischen vorgelagerter Verarbeitung (z. B. Destillation, Cracken oder Mischen) und empfindlichen Aggregaten wie Wärmetauschern, Speisepumpen, Brennern oder Produkttanks. Ihre Aufgabe ist die Abscheidung von Partikeln und Schwebstoffen — nicht die Abtrennung gelöster Bestandteile, Wasser oder Schwefelverbindungen; das übernehmen andere Prozessstufen.
Was ohne adäquate Filtration schiefgeht
- Partikel, Katalysatorfeinanteile und Korrosionsprodukte verschmutzen Wärmetauscher und senken den Wärmeübergang
- Abrasive Feststoffe verschleißen Gleitringdichtungen, Regelventile und Brennerdüsen
- Bei 80–120 °C erweichen Standard-PP-Medien und verlieren ihre Formstabilität
- Höhere Viskosität erhöht den Druckverlust — unterdimensionierte Filterbänke brauchen häufige Wechsel im Ex-Bereich
So funktioniert es
- 1
Medium nach Temperatur wählen
Glasfasermedium bleibt bei erhöhter Temperatur formstabil, wo Polypropylen sich verformen würde.
- 2
Auf Viskosität auslegen
Elementanzahl und Baulänge werden auf Volumenstrom und Viskosität abgestimmt, damit der Anfangsdruckverlust niedrig bleibt.
- 3
Partikel und Feststoffe zurückhalten
Das plissierte Element hält Partikel, Feinanteile und Zunder aus dem Kohlenwasserstoffstrom auf großer Fläche zurück.
- 4
Wechsel nach ΔP
Der Betreiber wechselt bei einem festgelegten Differenzdruck — im Referenzprojekt bei ca. 180 kPa.
Typische Filtrationsanforderungen
- Medium und Dichtungen für die Dauerbetriebstemperatur mit Reserve zur Auslegungstemperatur
- Große Filterfläche, um viskoses Medium bei niedrigem Differenzdruck zu filtrieren
- Sichere Abdichtung in bestehenden High-Flow-Gehäusen ohne Umbau
- Wechsel nach Differenzdruck, um Eingriffe an der heißen Leitung zu minimieren
Warum High-Flow hier gewinnt
Auswahl- & Auslegungsfaktoren
Auslegung & Auswahl
Referenzprojekt (Nordamerika): Gasöl mit ca. 8 cP, 80–95 °C Betriebstemperatur (Auslegung 121 °C) und 700–800 kPa Betriebsdruck. Geliefert: 320 kompatible 60"-Pall-Ultipleat-Ersatzelemente mit Glasfasermedium, Buna-N-Dichtung, empfohlenem Durchfluss von 50 m³/h je Element und einer maximalen Temperatur von 250 °C. Der Betreiber wechselt bei ca. 180 kPa Differenzdruck. Nennen Sie uns Medium, Temperatur, Viskosität, Volumenstrom und Gehäusetyp — wir empfehlen Medium, Feinheit und Elementanzahl.
Referenzen aus der Praxis
R+F liefert kompatible Ersatzelemente und Gehäuse. Markennamen dienen nur der Identifikation des ersetzten Originalteils.
Das passende Gehäuse für diese Lösung
Heißer Kohlenwasserstoff-Betrieb verlangt ein druckfestes Gehäuse mit passendem Werkstoff, Dichtungen und Anschlüssen. Wir liefern kompatible Ersatzelemente für bestehende High-Flow-Gehäuse und — wenn ein neuer Behälter nötig ist — konfigurierte oder sondergefertigte Gehäuse, weltweiter Versand. Nutzen Sie den Gehäuse-Konfigurator oder fragen Sie eine Sonderanfertigung an.
Betrieblicher Nutzen
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Lösung ansehenHäufige Fragen
Welches Filtermedium eignet sich für Gasöl bei 80–120 °C?
Glasfaser. In unserer Raffinerie-Referenz laufen 60"-Glasfaserelemente mit Buna-N-Dichtung und einer Temperaturgrenze von 250 °C bei 80–95 °C (Auslegung 121 °C).
Entfernt der Filter Schwefel, Wasser oder gelöste Bestandteile aus dem Gasöl?
Nein. Ein High-Flow-Element hält Partikel und Schwebstoffe zurück. Gelöste Bestandteile, Schwefel oder Wasser werden in anderen Prozessstufen behandelt.
Wann sollten die Elemente gewechselt werden?
Bei einem festgelegten Differenzdruck. Im Referenzprojekt wechselt der Betreiber bei ca. 180 kPa Differenzdruck bei 700–800 kPa Betriebsdruck.
Passen die Ersatzelemente in bestehende Pall-Ultipleat-Gehäuse?
Ja — wir liefern kompatible Ersatzelemente, die ohne Umbau in bestehende Gehäuse passen. R+F ist unabhängiger Anbieter kompatibler Ersatzteile, nicht der Originalhersteller.
Passende Lösung für Ihren Prozess?
Nennen Sie uns Volumenstrom, Medium und Zielfeinheit — wir empfehlen Element und, wenn gewünscht, das passende Gehäuse.
